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Tipps für das Medizinstudium

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Das Semester beginnt bald. In Österreich genau in 7 Tagen. In Deutschland ein bisschen später. Und einige tausend beginnen mit einem Medizinstudium. In Österreich sind es 1620 StudentInnen auf 3 Unis. In Deutschland sogar um die 9000! Man hört ja immer ziemlich viel über dieses Studium: Du musst so viel lernen, du hast keine Freizeit mehr, es ist so schwer, die ersten beiden Jahre sind die schlimmsten usw.

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Ich habe vor meinem Studium auch alles möglichen Varianten gehört und war etwas verunsichert und wusste nicht genau was mit erwartet. Da ich jetzt schon (die Zeit rast!) ins 7. Semester komme wollte ich den Newbies ein paar Tipps geben und vielleicht ist ja auch was für die alten Hasen dabei.

An den meisten Unis beginnt die Studienzeit mit einer Einführungswoche, in Graz gibt es das jetzt auch endlich! Vor 3 Jahren gab es das noch nicht und meine erste Vorlesung war „Einführung in die Medizin“- mit die schlimmste die ich jemals gesehen habe und kein sehr toller Einstieg.
In der Einführungswoche kannst du die ersten Kontakte knüpfen und die Uni kennenlernen. Präge dir schonmal die wichtigsten Wege ein (zum Vorlesungssaal, zu den Seminarräumen, zur Mensa etc.) und halte die Augen nach dem nächstgelegenen Café offen (rettet den Morgen).

Die ersten Vorlesungen sind eigentlich nur dazu da andere Erstes kennenzulernen und Studienfreunde zu finden. Aber ein Tipp: Es müssen am Anfang nicht Leute sein, die zu 100% zu dir passen. Aber alleine unter 1000 Studenten zu stehen ist nicht so schön. Geh auf andere zu, ihr habt alle das gleiche Interesse- die Medizin.

 

Ein Paar Tipps vor/während dem Studium:

Kaufe dir keine Bücher! Du kannst alle in der Bibliothek ausleihen und es spart eine Menge Geld. Standardbücher wie den Prometheus kannst du dir auch noch später zulegen. Ich weiß es gibt oft Bücherlisten, da stehen aber oft Bücher drauf, die die Professoren selbst geschrieben haben und promoten wollen. Aber auch die kannst du dir ausleihen oder sogar online lesen.
Plane nicht zu viele Termine ein. Wenn es finanziell geht, würde ich die erste Zeit nicht arbeiten und mich erstmal an den Studienalltag gewöhnen. Ich habe erst im 2. Semester zu arbeiten begonnen. Melde dich auch nicht in zu vielen Sportkursen etc. an.
Höre dich nach Altfragensammlungen/Zusammenfassungen um. An meiner Uni gibt es dafür mehrere Internetseiten.
Überlege dir, was für ein Unityp du bist und ob du daran was ändern solltest. Ich gehe zum Beispiel zu keinen Vorlesungen bzw. nur zu ganz ausgewählten. Ich kann da einfach schwer aufpassen und rede mehr- zuhause lerne ich daher mehr in der gleichen Zeit. Anderen liegt das wieder total.
Lege die Prokrastination ab. Schiebe nichts auf und lerne lieber jeden Tag ein bisschen als vor der Prüfung jeden Tag 10 Stunden. Ich weiß, das erfordert Übung aber es erleichtert dir den Unialltag so sehr!
Höre nicht auf andere! Es erzählt dir jeder etwas anderes und macht einem zum Teil ganz schön Angst. Jeder Mensch ist verschieden und schätzt Situationen anders ein. Außerdem verträgt jeder Mensch Stress anders. Der eine fand das 1. Semester so anstrengend und hat jeden Tag 7h gelernt, der andere war viel feiern und sagt „ach easy“. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.
Geh auf Partys und nimm die Uni nicht zu ernst! Sagt eine, die eigentlich gar nicht mehr feiern geht. Aber am Anfang des Studiums erleichtert es einfach ungemein den sozialen Einstieg. Du musst ja nicht jedes Wochenende zwei Mal um die Häuser ziehen. Und fang langsam an dein Lernpensum zu finden. Gleich am Anfang 7h am Tag zu lernen, macht nicht glücklich und du hörst es vermutlich auch nur 2 Wochen durch.

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Ein Tipp für alle alten Hasen:

Fangt jetzt schon an zu wiederholen. Ich habe als nächstes Modul Neuro und bin jetzt dabei die Grundlagen wieder aufzufrischen und die Anatomie/Aufbau zu wiederholen. Bei mir liegt das nämlich schon über 2 Jahre zurück und ich möchte nicht ganz unwissend in meine erste Einheit gehen- die übrings eine Sektion des Tierauges wird 🙁

 

Der wichtigste Tipp ist aber definitiv:

Lass dich nicht stressen! Es wird dir wirklich jeder etwas anderes erzählen und darunter mischen sich dann noch Gerüchte und Vermutungen. Bleib entspannt- es haben vor dir schon 10000te geschafft und du wirst es auch. Habe Selbstvertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Nicht umsonst hast du einen Studienplatz bekommen und darfst jetzt (hoffentlich) dein Traumfach Medizin studieren.

Freu dich auf die kommenden 6 Jahre- es werden vermutlich die besten deines bisherigen Lebens (finde ich zumindest!). Enjoy it!

 

Habt ihr noch Tipps?

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