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Doktorarbeit Tipps 4

Fuß-dorsal

Hier folgt jetzt der 4. Teil meiner Reihe Doktorarbeittipps. Die letzten Teile findet ihr hier: Zeitplanung, Literaturrecherche, Studiendurchführung. Heute soll sich alles um einen der Hauptteile drehen: Das Schreiben! Ich glaub von auch vielen der absolute Hassteil. Ich habe es sehr geliebt (das ist unter anderem einer Gründe, warum ich diesen Blog schreibe).

Am Anfang denkt man sich nur: Oh Gott so viele Seiten soll ich schreiben? So viele Literaturangaben machen? Ich hab doch niemals so viele Informationen! Glaub mir, es ist viel schwieriger nicht zu viel zu schreiben. Du bist so in deinem Thema drin, dass es schwieriger ist sich einzuschränken und ein Ende zu finden.

Hier meine Tipps:

Mach dir eine Vorlage

Jede Uni erwartet ja einen anderen Aufbau der Doktorarbeit. In Graz gibt es dafür auch ganz genaue Vorgaben, es gibt zum Glück eine fertige Wordvorlage, diese kann man sich einfach runterlasen. Hier ist alles schon formatiert und in der richtigen Reihenfolge. Wenn deine Uni diesen Service nicht anbietet, mach dir ganz einfach selbst eine Vorlage. In diese schreibst du deine Gliederung schon in der richtigen Reihenfolge, formatierst die Überschriften, fügst ein Inhaltsverzeichnis ein, etc.

Schreib einfach drauf los

Mach dir nicht zu viele Gedanken um den ersten Satz/ Anfang sondern schreibe erstmal los. Im Computerzeitalter kann man alles wieder löschen und umschreiben. Das Wichtigste ist, dass du erstmal ins Schreiben kommst und deinen Stil findest. Den ich halte persönlich nichts von einer einheitlichen wissenschaftlichen Sprache, viel mehr mag, ich wenn auch in der Wissenschaft der eigene Stil etwas zum Vorschein kommt. Natürlich nur dezent, aber bei meiner Diplomarbeit hat man definitiv gemerkt, wer hier schreibt.
Ich habe übrings mit meiner Danksagung angefangen, den Teil fand ich am einfachsten und so hatte ich schon 1 Seite 😀 Und ich habe auch der Lilly gedankt, ich glaube das macht sonst keiner.

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Mach dir Stichpunkte

Gerade bei komplexen Themengebieten kann es enorm hilfreich sein, wenn man sich in Stichpunkten aufschreibt, was man den überhaupt sagen möchte und was alles zu diesem einen Unterpunkt gehört. Ich schreibe da auch lieber zu viel auf als zu wenig. Praktisch ist es, die Stichpunkte gleich in deine Vorlage zu schreiben und dann dort nach und nach auszuformulieren.

Schreibe schon in der Vorbereitungsphase

Es ist nicht notwendig, dass du erst nach Abschluss deiner Studie anfängst zu schreiben. Einige Teile (vor allem die Einleitung und die Methoden) kann man schon vor Beendigung der Datensammlung schreiben. Ich fand das sehr angenehm, weil es ein bisschen die Zeit aufgelockert hat, mal was anderes war und ich wusste so viel hab ich dann eigentlich nicht mehr zu schreiben.

Mach mal Pause

Wenn man so sehr in einem Thema ist, kann man manchmal im wahrsten Sinn den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Daher ist es wichtig, dass du frühzeitig anfängst und auch immer wieder Pausen einplanst. Ab und zu muss man auch mal etwas anderes machen. Die besten Ideen kommen einem sowieso, wenn man nicht verkrampft darüber nachdenkt. Hast du die Arbeit fertig und die Diskussion fehlt noch? Mach auch erstmal Pause. Gerade die Diskussion erfordert einen gewissen Abstand. Für mich war die Diskussion auch der schwierigste Teil der Arbeit, 4 Seiten lang und ich hab ewig dafür gebraucht!

Suche dir gute Graphiken

Fuß-dorsal

Ich finde viele unterschätzen die Qualität von guten Graphiken. Da wird wild aus Büchern fotografiert oder per Screenshot aus dem Internet eingefügt. Nur leidet darunter sehr die Schärfe und die Optik. Aber gute Graphiken werten die Arbeit auf, veranschaulichen dein Thema und machen dem Leser das Lesen angenehmer. Wenn du Graphiken aus dem Internet verwendest, achte auf die Pixel (möglichst viele) und ob du die Graphik gut auf deine benötigte Größe anpassen kannst.
Mein Glück: Meine Mutter ist Graphikdesignerin und hat mir viele Graphiken kostenlos erstellt (das Bild ist eine davon). Danke Mama!

Korrekturlesen!

Nach fertigstellen der Arbeit ist es an der Zeit, die Arbeit abzugeben und jemanden anderen lesen zu lassen. Man glaubt ja gar nicht, was man selbst alles überliest und welche Fehler man nicht mehr sieht. Dafür gibt es andere Menschen. Entweder ihr bezahlt jemanden oder ihr habt Freunde die euch helfen (danke Jules ;* ). Am Besten du lässt die Arbeit von mehreren Leuten durchlesen, da mehr Augen einfach mehr Fehler finden.

Lass gut sein!

Du kannst ewig an der Arbeit schreiben, obwohl sie eigentlich fertig ist. Man muss auch wissen, wann gut ist. Es bringt nichts, noch 100 Mal den ersten Satz zu ändern oder nach der perfekten Formulierung zu suchen. Gib die Arbeit an deinen Betreuer weiter, er wird dir dann sagen was noch fehlt/ geändert gehört. Und wenn du das geändert hast: Gib ab und feier diesen Moment!

Ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen mit dieser Auflistung helfen. Der wichtigste Tipp: Mach dir keine Stress! Das gilt sowieso für die ganze Doktorarbeitzeit aber insbesondere beim Schreiben. Es wird nichts gutes rauskommen, wenn du die ganze Zeit denkst „Oh, das wird nichts. Ich schaff das nicht. Es ist so viel. Die Arbeit ist schlecht. …“ Kopf hoch, da muss jeder durch!

 

Nächste Woche folgt der letzte Teil. In diesem geht es um die Verteidigung/ Vorstellung.

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