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Tipps für die Doktorarbeit 1

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Doktorarbeit? Diplomarbeit? Stellt ein großen Schrecken dar für viele. Aber es ist wirklich halb so schlimm, wenn man ein paar Dinge beachtet 😉
Ich habe meine Diplomarbeit (die heißt in Graz einfach so, stellt aber die Doktorarbeit dar) schon geschrieben und mit sehr gut benotet bekommen. Ich hab das Grauen also bereits hinter mir und möchte dir heute ein paar Tipps geben, wie du es auch stressfrei schaffst.

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Zu Beginn solltest du dir klar machen in welchem Fachgebiet du gerne deine Arbeit schreiben möchtest und welche Art von Diplomarbeit es sein sollte. Man kann ja sowohl eine Literaturrecherche machen, eine retrospektive Datenauswertung (die Daten sind schon vorhanden, es finden keine Untersuchungen statt) oder eine prospektive Studie (die Daten werden erst in der Zukunft gesammelt). Folgende Vor- und Nachteile haben die einzelnen Arten:
Literaturrecherche: Du kannst sofort starten, es ist kein Patientenkontakt notwendig, aber es ist nicht so gerne gesehen.
Retrospektive Datenauswertung: Alle Daten sind vorhanden, ebenso kein Patientenkontakt nötig, interessant da neue Themen behandelt werden, Chance zur Publikation gehoben
Prospektive Studie: Sehr zeitaufwendig, dauert oft Jahre bis alle Daten gesammelt sind, beste Publikationschancen, höchste Anerkennung

Ich habe eine retrospektive Datenauswertung gemacht bei der aber auch der aktuelle Status abgefragt wurde- offiziell ist es daher eine prospektive Studie. By the way: Meine Diplomarbeit ging um das Morton Neurom und eine neue Methode zur Alkoholisation.

Eines der wichtigsten Punkte, finde ich, ist der Betreuer/ die Betreuerin. Wenn der nicht passt, wird auch die Arbeit keinen Spaß machen. Dabei solltest du darauf achten, dass er dir sympathisch ist, die Arbeit wichtig nimmt, dich unterstützt und auch Fachwissen bereitstellt.
Ich hatte wirklich Glück, ich konnte die Diplomarbeit bei meinem Chef schreiben, bei dem ich geringfügig angestellt bin (natürlich habe ich die Arbeit außerhalb meiner Arbeitszeiten geschrieben). In Graz kann man auch bei Externen vom LKH schreiben, die Betreuer müssen nur an einer österreichischen Meduni angestellt sein.

Nachdem das Thema und der Betreuer feststeht geht es jetzt an die Vorbereitung der Arbeit.

Vorbereitung

Dazu musst du dir einige Fragen stellen.
Brauche ich einen Ethikantrag?
Wie viel Zeit wird die Arbeit beanspruchen?
Wie viel Zeit habe ich für die Arbeit?
Wie sieht die Gliederung aus?
Was gehört alles zu dem Themengebiet?
Wird die Arbeit publiziert, und wenn ja bin ich der Erstautor?
In Graz: Wo kann ich die Arbeit vorstellen?
Möchte ich mit meiner Arbeit einen Kongress besuchen?

Diese Fragen sind extrem wichtig und sollten ganz gewissenhaft mit dem Betreuer durchgegangen werden. Den nichts ist blöder als bei der Publikation plötzlich als Zweitautor aufgeführt zu werden oder sich völlig in der Zeitplanung zu verschätzen.

Im nächsten Schritt erstellst du dir einen Gliederung. Als Orientierung kannst du andere Doktorarbeiten nehmen, die sich mit ähnlichen Themengebieten beschäftigen.
Ich stell euch hier mein Inhaltsverzeichnis rein. Es handelt sich ja um eine orthopädische Arbeit, daher habe ich erstmal alle anatomische Gegebenheiten erläutert und bin dann näher auf die Erkrankung eingegangen. Jeder hat da eine andere Methode und eine andere Vorstellung. Dies ist nur ein Vorschlag.

 

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Hast du die Gliederung erstellt, geht es im nächsten Schritt an die Zeitplanung. Dabei solltest du wirklich realistisch sein und lieber etwas mehr Zeit als zu wenig einplanen. Ganz wichtig: Schau auch wie dein Unijahr so aussieht und in welchen Monaten vielleicht etwas mehr Luft ist.

Mein Zeitplan sah so aus:
Januar: Literaturrecherche
Februar (Semesterferien): Patienteninterviews, Auswertung der Daten
März (Freier Zeitslot): Daten zu Statistiker & Auswertung
April-Mai: Schreiben
Ende Mai: Vorstellung der Diplomarbeit
Juni: Korrekturlesen
Ende Juli: Abgabe

Im Endeffekt war ich schneller und habe die Arbeit Anfang Juni abgegeben. Aber dadurch habe ich mich nie gestresst gefühlt und wusste, dass ich mit dem Zeitplan bis zum Ende des Semesters durch bin.

Im nächsten Teil geht es um die Literaturrecherche und den Ethikantrag. Stay tuned 😉

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