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Tipps für die Doktorarbeit 3

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Es wieder ein Sonntag im Oktober, daher gibt es heute auch den nächsten Teil für meine kleine Reihe: Tipps für die Doktorarbeit.
Im ersten Teil ging es um die Themenfindung und die optimale Zeitplanung. Im 2. Teil hat sich alles um die Literaturrecherche und den Ethikantrag gedreht.

Heute soll es um die eigentliche Arbeit, also die Studie und die Datenauswertung gehen.

Die Durchführung der Studie

Natürlich ist jede Studie anderes und es müssen verschiedene Schritte umgesetzt werden. Das solltest du mit deinem Betreuer genau absprechen. Eine Literaturrecherche erfordert eine andere Vorbereitung/Umsetzung als eine prospektive Studie. Es gibt aber ein paar Fragen, die du dir im Voraus stellen solltest.

1.) Was benötigte ich für meine Studie? Labor, PC an der Uni, Literaturzugang?
2.) Wo kann ich meine Studie durchführen?
3.) Wie komme ich an meine Daten?
4.) Welche Test sollen mit eingeschlossen werden?
5.) Kann ich die Daten allein erheben oder brauche ich (ärztliche) Unterstützung?
6.) Wie kann ich eventuell auftretende Probleme lösen?
7.) Habe ich alle Programme installiert?

Bei der Durchführung der Studie solltest du wirklich versuchen, dich an deinen Zeitplan zu halten und dich nicht auf andere Dinge zu sehr fokussieren. Wenn du also im Februar fertig werden willst, hat das Priorität und nicht die x-te Party oder die neueste Serie. Fokussiere dich auf deine Arbeit. Dadurch kannst du viel schneller und effektiver sein. Außerdem wird kein schlechtes Gewissen aufkommen und du hältst dein Zeitplan ein.

Bei mir hat sich die Datensammlung zum Glück in Grenzen gehalten, da ich nur eine kleine Studienpopulation hatte und die Doktorarbeit bei meinem Chef geschrieben habe. Ich konnte die Daten zuhause von meinem Computer auswerten. Die verschiedenen Tests (VAS, SF36 und AOFAS) haben wir davor zusammen festgelegt und ich habe mir eine Exceldatei erstellt.

Die Datenauswertung

Für die Datenauswertung würde ich jedem eine Exceltabelle empfehlen! Ich hatte in der Schule so lange Informatikunterricht und kann daher Excel aus dem FF. Wem es nicht so geht, es gibt an der Uni auch Kurse um sich die wichtigsten Funktionen anzueignen. Zur späteren Auswertung und zur besseren Übersicht eignet sich Excel einfach hervorragend.

Meine Tabelle sah dann so aus:
Bildschirmfoto 2016-10-09 um 10.36.54

Die Felder werden nur mit Zahlen ausgefüllt, am besten nur mit 0 und 1. Dadurch ist die Auswertung später sehr viel einfacher. Hast du verschiedene Zeitpunkte sollte jede Überschrift gleich lauten. Also zum Beispiel immer: AOFAS. Am 1. Zeitpunkt dann AOFAS1 und am zweiten AOFAS2 usw. Ich markiere mir immer ganz gerne die Endsummen farbig und überprüfe, ob die Gesamtsumme stimmt.

Natürlich müssen die Patientendate anonymisiert werden. Sie Datei darf keine Namen, Adressen oder eindeutig zuordnembare Attribute enthalten. Was geht ist eine indirekte Anonymisierung. Dabei gibt man in eine Datei die Namen und Adressen etc. und ordnet jedem Patient eine Nummer zu. In der eigentlichen Datei, wo die Daten gesammelt werden, steht dann nur die Patientennummer.

Das Wichtigste ist, dass du dich in deiner Tabelle zurecht findest und alle Daten nachvollziehen kannst. Schreibe wieder alle Schritte mit und auch wie viele Daten du zu welchem Zeitpunkt hattest.
Also zum Beispiel:
24.02.2016: 26 Patienten, 20 beschwerdefrei.
26.02.2016: 45 Patienten, 30 beschwerdefrei, 3 Patienten ausschließen da nicht tauglich.
usw.

Statistische Auswertung

Ja nachdem wie fit du in SPSS bist, kannst du deine Daten selber auswerten oder du lässt das einen professionellen Statistiker machen. Ich habe mich für den Statistiker entschieden und es nicht bereut. Es ist einfach sehr angenehm, wenn man sich zu 100% auf die Daten verlassen kann und nur noch die Ergebnisse auswerten muss.

An meiner Uniklinik wird eine Statistiker den Studenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Da wäre man nicht sehr schlau, das abzulehnen.
Sollte die bei dir nicht möglich sein, an der Uni werden wieder Kurse zu SPSS angeboten und du kannst die Daten danach selber auswerten.

Im nächsten Teil geht es um das eigentliche Schreiben der Arbeit. Dieser Teil kommt am nächsten Sonntag 😉

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